Todesfälle und Zensur

— Aus dem Berufsalltag der Journalisten gibt es wieder bedenkliche Nachrichten: Direkt vor Weihnachten wurden der Deutschen Welle und BBC die Sendelizenzen in Russland entzogen, ohne dass es eine Begründung der Putin-Regierung gegeben hat, wie beide Sender berichten. Unterdessen hat das International News Safety Institute eine Studie veröffentlicht: Danach ist der Irak der gefährlichste Kriegsschauplatz seit dem Zweiten Weltkrieg, wie die FAZ heute zitiert. 88 Journalisten seien bislang umgekommen. Das US-Militär würde nichts zum Schutz der Journalsiten tun, heißt es, so dass bislang mehr Journalisten als Soldaten Aufständischen zum Opfer gefallen seien. 37 Journalisten seien bislang entführt worden, 31 konnten befreit werden. Weltweit seien im vergangenen Jahr 117 Menschen in Krisengebieten getötet worden, das sei die höchste Zahl seit zehn Jahren.
UPDATE: Nachdem auch in Deutschland mit der Cicero-Affäre die Pressefreiheit wieder ins Gespräch gekommen ist, wird das Thema auch im Rahmen der Medienkampagne „Du bist Deutschland“ intensiv diskutiert. Auf der Alternativ-Seite flicker.com hat eine Autorin das links zu sehenden Bild „Du bist Journalist“ kreiert und den Slogan adaptiert. Sie setzt sich damit kritisch mit der Durchsuchungsaktion auseinander und kritisiert den ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily. Auf der Seite können Kommentare abgegeben werden.