Journalistenpreis: Warum Firmen mitmischen

Journalistenpreise gibt es inzwischen wie Sand am Meer – und jeder junge Journalist will auf jeden Fall einmal einen gewinnen. Neben den renommierten Preisen, wie dem Wächterpreis oder dem Theodor-Wolff-Preis, küren inzwischen auch etliche Unternehmen Journalisten für ihre Arbeit. Dabei sind diese Preise Teil der PR-Aktivitäten der Unternehmen. Zum einen belohnen sie etwa Journalisten, die über die Branche des Unternehmens schreiben und sorgen so womöglich für Wohlwollen. Zum anderen können sie so Themen setzen. Heute etwa hat der Energieversorger EWE erneut einen Journalistenpreis ausgelobt und darn klar gesagt, dass es darum geht, Themen ins Bewusstsein der Medien zu heben: „Auch im Kontext der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland möchten wir Journalisten dazu anregen, über das Thema Bildung und Wirtschaft nachzudenken: Ist der Stand der ökonomischen Bildung in Deutschland ausreichend? Warum geraten Menschen in die Schuldenfalle und wie befreit man sich daraus?“
Wie befreit sich der Journalist aber aus dieser Falle? Am Besten ist es, er nimmt nicht teil.