Medieninhalte: Wertvoll oder wertlos?

— Wo liegt die Zukunft der Medien, wo die Zukunft der Journalisten? Derzeit findet eine schleichende Strukturänderung der Branche statt, die viele Fragen aufwirft. Da bietet etwa MTV künftig online Konzertmitschnitte umsonst und ohne Werbung an. Die BILD lässt ihre Leser zu Handyfoto-Paparazzi mutieren und füllt ihre Seiten so mit Amateuren. Und im Internet scheinen Infrastrukturanbieter wie Google die Gelddruckmaschinen zu sein, der Inhalt dagegen nur Mittel zum Zweck – der damit nur noch als End of pipe-Produkt bezahlt wird, die Gewinne aber anderswo gemacht werden. Im Fernsehen kassiert die Telekom oder Kabel Deutschland, weniger Premiere oder Arena, wenn man sich das Spiel bei den Fußball-Übertragungsrechten derzeit anschaut. Was ist ein guter Journalist da in Zukunft noch wert?

Und ansonsten: Springer-Chef Mathias Döpfner kauft zum Vorzugspreis von Friede Springer zwei Prozent des Verlags, während der Chef der Springer-Publikation „Die Welt“ geht, um die Schweizer Weltwoche zu kaufen und als Chefredakteur künftig wieder zu führen, wie vor seinem Job bei Springer. Offenkundig verdient man in diesem Verlagshaus recht gut.