Presserat: 50 Jahre für die Medien

— 50 Jahre Deutscher Presserat: Die Medienszene feiert. Das Selbstkontrollorgan der deutschen Medien hat nun ein halbes Jahrhundert Arbeit hinter sich und zum Jubiläum eine eigene Internetseite aufgebaut. Die aktuelle BND-Affäre aber auch andere Ereignisse, wie das Telekommunikationsüberwachungsgesetz, die Cicero-Affäre und immer wieder Lauschangriffe zeigen immer wieder, wie wichtig es ist, aktiv für die Pressefreiheit einzutreten. Obendrein überwacht der Presserat, dass auch die Medien ethische und moralische Grundsätze einhalten, Personenrechte schützen und so letztlich ihre eigene Pressefreiheit erhalten. Wer einen Artikel zu dem Thema verfassen will, dem sei ein Blick auf die Seite empfohlen. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung des Rates: „In seinem Jubiläumsjahr stellt der Deutsche Presserat allen interessierten Medien ein umfangreiches Redaktionspaket zur Verfügung. Enthalten sind – zur unentgeltlichen Verwendung – Textbeiträge über die Entwicklung des Presserats und der Pressefreiheit in Deutschland, eine Sammlung von Fotos und Zitaten, eine Chronik seiner 50-jährigen Geschichte und grafisch aufbereitete Statistiken zur Entwicklung der Beschwerdearbeit.“
Dort findet sich entsprechend auch die Begründung, weshalb es den Presserat überhaupt gibt. „Zur Gründung des Presserats trafen sich vor 50 Jahren im Bergischen Hof in Bonn fünf Verleger und fünf Journalisten. Sie reagierten damit auf die Pläne des damaligen Innenministers, ein Bundespressegesetz zu schaffen, das staatliche Aufsichtsinstanzen für die Presse vorsah. Für die Gründer stand schon damals fest, dass eine Kontrolle der Pressefreiheit mit einer Beteiligung des Staates unvereinbar ist.“
Im November wird mit einem Festakt gefeiert.